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Freitag, 10. Januar 2014

Aufsichtsrat befasst sich mit Bonus-Affäre

Stadtwerke: CDU verlangt Aufklärung durch die Geschäftsführung

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Bielefeld befasst sich in seiner Sitzung am 14. März mit der Bonus-Affäre um den Betriebsratsvorsitzenden Wolfgang Gottschlich. Die CDU-Mitglieder des Kontrollgremiums, Detlef Helling und Ralf Nettelstroth, verlangen Aufklärung über das betriebsinterne  Prämiensystem und  haben bei Aufsichtsratschef Hans Hamann (SPD) schriftlich beantragt, dass die Stadtwerke-Geschäftsführung bei  der nächsten Zusammenkunft dazu Bericht erstattet. CDU-Sprecher Vincenzo Copertino bekräftigt unterdessen seine Kritik an dem Spitzengehalt des Betriebsratsvorsitzenden.

Betriebsratschefs anderer großer Bielefelder Unternehmen würden bei weitem nicht mit „100.000 Euro-plus“ entlohnt, wie es bei Gottschlich der Fall sei, sagt Copertino. Es verwundere nicht, dass diese Summe von deren Arbeitnehmervertretern  kopfschüttelnd als „exorbitant hoch“ eingestuft werde. Bei Gildemeister habe es auf die Frage, ob dort hauptamtliche Betriebsräte sechsstellig verdienten, sogar geheißen „um Gottes willen, nein“. 

Der CDU-Sprecher verweist darauf, dass sich nach dem Gesetz die Bezahlung freigestellter Betriebsräte an der Entlohnung der früheren Tätigkeit  und an ihrer betriebsüblichen beruflichen Entwicklung zu orientieren habe: „Wenn der Stadtwerke-Betriebsratschef als gelernter Gas-und Wasserinstallateur über 100.000 Euro im Jahr  verdient, liegt die Frage nahe, ob die Geschäftsführung bei der tariflichen Einstufung mit zweierlei Maß misst – oder Leistungen honoriert, die nicht unbedingt zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beitragen.“

„Pikant“  sei in diesem Zusammenhang Gottschlichs Doppelfunktion: „Als stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender kontrolliert er die Geschäftsleitung, die wiederum über sein Gehalt und mögliche Boni entscheidet.“

Aufsichtsratschef Hans Hamann mache es sich zu einfach, wenn er sage, den Aufsichtsrat habe nicht zu interessieren, was Stadtwerke-Mitarbeiter aus der zweiten Ebene verdienten.  Deshalb sei es unumgänglich, Licht in die Affäre zu bringen.


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